Autovaccine

Erkrankungen, die mit einer geschwächten Schleimhaut einhergehen, wie dies beispielsweise bei chronischen Harnwegsinfektionen oder Nasennebenhöhlenentzündungen der Fall ist, lassen sich mit Autovaccinen (auch Autovakzinen) behandeln, gerade wenn es darum geht, langfristige Erfolge zu erzielen.

 

Autovaccine werden individuell aus den jeweiligen Bakterien des Patienten hergestellt. In der Regel werden diese aus körpereigenen E.-coli-Stämmen hergestellt, da diese Bakterien einen besonders starken Einfluss auf das Abwehrsystem haben. Es lassen sich aber auch infektionsbezogenen Autovaccine anfertigen, z.B. aus Urin.

 

Die ersten Autovaccine wurden Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Ihre Anwendung wurde im Bereich der Humanmedizin von Antibiotika verdrängt, angeregt durch neue Erkenntnisse und moderne Herstellungsverfahren werden diese jedoch zunehmend wieder eingesetzt.